SoLaWi

Das Prinzip Solawi

Die Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) beschreitet neue Wege. Entstanden aus den japanischen Teikei und den CSA (community supported agriculture) in den USA bilden sich nun auch hierzulande allerorts Gruppen um Höfe und Gärtnereien, die nach dem Prinzip „Sich die Ernte teilen“ funktionieren. Laut Trägerverein Solidarische Landwirtschaft e.V. sind es in Deutschland inzwischen schon über 100 Solawis und ebenso viele Initiativen! Bekannte Beispiele sind z.B. Hof Pente, Hof Hollergraben oder die Garten-Coop Freiburg.

Weitere Solawi-Impressionen unter makecsa.org

tunselcoop

Feld in Tunsel – Gartencoop Freiburg

Die Wirtschaftsform Solawi basiert auf dem Modell des solidarischen Wirtschaftens. Es gibt eine Gemeinschaft, die sich in aktive und passive Landwirte unterteilt. Erstere, also LandwirtInnen/GärtnerInnen berarbeiten das Land, säen, pflegen, ernten, erledigen also alle Aufgaben, die zum guten und gedeihlichen Heranwachsen von Pflanze (und Tier) zum Zweck von Nahrung führt. Sie tragen ihren ErntenehmerInnen gegenüber auch die Verantwortung in allen landwirtschaftlichen Fragen.

Die anderen Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft (passive LandwirtInnen oder ErntenehmerInnen genannt) profitieren wöchentlich von der Ernte des Betriebs. Alles was an frischem Gemüse, Kräutern, Blumen, Getreide etc. auf dem Land der Solawi wächst und reift wird direkt an sie verteilt. Dafür wird der Betrieb monatlich unterstützt – und zwar mit einem Beitrag, der a) solidarisch organisiert und b) kostendeckend sowie menschenwürdig gestaltet wird.

Das heißt, dass in einer Bieterrunde am Anfang des Anbaujahres sämtliche Kosten des Betriebes offengelegt werden und sich alle Mitlglieder anonym äußern, wieviel sie zu geben in der Lage wären. Wenn das Budget zusammenkommt, kann angefangen werden – wenn nicht wird eine neue Bieterrunde veranstaltet.

Solidarischer Gemüseacker bei Landsberg

Wenn ihr mehr über den Acker wissen möchtet, schreibt uns!

solawi-halle@posteo.de.