Verein

Ziele und Entwicklung

Engagement und Ehrenamt, das heißt für gewöhnlich: für andere etwas schaffen, dabei selbstlos tätig sein und für die Gemeinheit arbeiten.

Das tun auch wir, allerdings wollen wir vorrangig Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen, über unsere Konsumgewohnheiten und gleichzeitig unseren Umgang mit anderen Menschen nachdenken. Wer aus dieser Perspektive heraus tätig wird, so denken wir, verändert sich selbst, erreicht damit andere und – wie es so schön heißt – macht die Welt ein kleines Stückchen besser.

Unsere Mittel sind Gärten. Kleingärten, Stadtgärten, Begegnungsgärten, Gärten an der Ecke, Gemüsegärten, Vorgärten, postfossile Gärten… sie sind ein Mittel, das unserer Überzeugung nach, mächtig genug ist, menschliches Bewusstsein zu verändern. Die eigene Arbeit, den eigenen Körper (wieder) spüren, den Samen in die Erde drücken und pflegen, bis es ein Keimling wird, sich tierisch darüber freuen und die Freude zu teilen… das ist meistens nur der Anfang und auch nur ein kleiner Teil von einem Universum an Gartenarbeiten und -fähigkeiten, die beglücken!

 Unser Mittel sind Gärten - hier am Küttener Weg inHalle-

Unser Mittel sind Gärten – hier am Küttener Weg in Halle-Trotha

Um unser Ziel zu erreichen – urbanes Gärtern und mehr in und um Halle (Saale) zu fördern –  wurde die GartenWerkStadt Halle e.V. gegründet. Sie bestand bei ihrer Gründung Anfang 2014 aus einer Handvoll junger Ehrenamtlicher, die einfach aktiv werden wollten und denen zunächst das Thema Stadtgärten unter den Nägeln brannte.

Erst starteten wir in Kooperation mit der Firma Grüngeist auf dem Gelände der Alten Stadtgärtnerei, wo erste Experimente und Anbauversuche stattfanden. Auch der ehemalige Name des Vereins – Alte Stadtgärtnerei e.V. – entstammte diesem besonderen Ort am Fuß des Großen Galgenbergs.

Die Erfahrungen dort haben uns unser Potential und unsere Grenzen aufgezeigt, sodass wir 2015 die Alte Stadtgärtnerei verlassen und mit umfassenderem Konzept und größeren Anbauflächen andernorts in Halle weitergeackert haben.

Gemeinschaftlich Gärtnern am „Kütti“

Seit 2015 nutzen wir beim Kleingartenverein „Küttener Weg“ in Halle Norden 2 Parzellen. Statt idyllischer Schreber-Abgeschlossenheit wird dort in der Gruppe gegärtnert. Gemeinsam Anbaupläne entwerfen und umsetzen, alte Gemüsesorten ausprobieren, das Gelände mit Wiesen, Beeten und Obstbäumen gestalten und geniessen – das ist unsere Vision von städtischen Gärten der Zukunft.

In Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Anlage haben wir bereits einen kleinen Teil des dortigen Leerstands wiederbelebt. Die riesige Anlage bietet ein großes Potential für Menschen mit Tatendrang und grünem Daumen und wünscht sich eine weitere Verjüngung in den nächsten Jahren.

Kleingartenanlage Küttener Weg in Halle-Trotha

Kleingartenanlage Küttener Weg in Halle-Trotha, Gottfried-Keller-Straße 55

Die Sparte Solidarische Landwirtschaft

Anfang 2016 wurden die konkreten Planungen für die Gründung einer solidarischen Gemüsegärtnerei aufgenommen. Im Frühjahr 2017 geht es zum ersten Mal auf den Acker, zunächst als „Feldversuch“. Aktuelles zur Entwicklung der Solawi hier.

Der GartenWerkStadt e.V. sieht sich als Förderer und Unterstützer der entstehenden Gärtnerei und seiner AbnehmerInnen-Gemeinschaft.