Zukunftsstadt Ha-Neu

Bauspielplatz Halle Neudorf
Eine Burg, die Kinder für sich selbst aus Kartons, Steinen und alten Zweigen gemacht haben, ist mehr wert als tausend detailreiche und perfekt hergestellte
Burgen aus einer Fabrik.“ (Christopher Alexander)

Der Verein GartenWerkStadt Halle e.V. in Kooperation mit dem FKJZ Dornröschen und der Förderschule Makarenko möchte im Stadtteil Halle – Neustadt den vorhandenen Leerstand nutzen und kreative, naturnahe Spiel- und Erlebniswelten mit und für Kinder und Jugendliche schaffen. Die konkreten Methoden umfassen künstlerische Holzgestaltung, Lehmbau, Gestaltungsprinzipien aus Permakultur und Landart sowie erlebnispädagogischer Elemente wie Seilbrücken, kleinen Baumhäuser etc… Die Kinder sollen hierbei selbst zusammen planen, entscheiden und dann gemeinsam unter Anleitung ihre Vorstellungen umsetzen. Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Situationen mit geringer gesellschaftlicher Teilhabe und Migrationshintergrund.
Die monotone Blockbebauung in Halle-Neustadt bietet wenig Anreize. Jedoch können die Kinder bei der aktiven Gestaltung ihrer Umwelt darauf Einfluss nehmen und Selbstwirksamkeit erfahren sowie handwerklich, gestalterische Techniken erlernen. Dabei können Spiel- und Erlebniswelten vom Gartenreich bis Lehmhüttendorf oder Tippilager entstehen. Natürliche Materialien und runde Formen sollen einen Kontrast zur Architektur bilden, die Phantasie anregen und zu Experimentieren einladen. Kinder, die sonst eine geplante und vorgefertigte Umwelt gewohnt sind, können sich als aktive Gestalter ihrer Spielwelten wahrnehmen.
Ziel ist es, den Kindern Raum für ihre Wünsche und Ideen zu geben und Handlungskompetenzen zu vermitteln, damit sie in ihrer Lebensumwelt nach ihren Interessen mitbestimmen können. Innerhalb neuer Gelände- und Bauformen, können sich neue Arten der Wahrnehmung der Umgebung und des Umgangs miteinander entwickeln.

koew_foerderlogofeld_4quer_rgb

Zwischenbericht

Die 1 Projektphase ( August 2015 – Feb 2016) ist nun abgeschlossen und es wurden auf dem Gelände des Jugendclubs mehrere Pflanzaktionen mit Blumen und Beerenbüschen vorgenommen. Auf dem Schulgelände haben wir uns regelmäßig um den Schulgarten gekümmert …  Im Winter wurde dann drinnen gebastelt und gebaut z.B.: ist ein Lehmofenmodell entstanden und kleine Kekshäuschen wurden gebaut. in der Schule wurde ein Riesentraumfänger für den Schulgarten mit den Kindern hergestellt…

IMG_4702IMG_7419  IMG_0733

Den krönenden Abschluss bildete ein Ausflug mit den Teilnehmern zum Bausplieplatz in Magdeburg…. hier konnte viel gebaut, ausprobiert Tiere gestreichelt und auf dem Feuer gekocht werden. Die wurde für alle zu einem gelungenen Ferientag

IMG_8220IMG_8245IMG_8230

Interkultureller Begegnungsgarten Halle Neustadt

Zusätzlich ist uns wichtig, Gärten und grüne Oasen als Orte der Begegnung, der Entspannung, der Kreativität und des Miteinanders zu betrachten. Lebensqualität in der Stadt richtet sich ganz stark nach den Möglichkeiten in der nächsten Umgebung des Wohnorts in die Natur eintauchen zu können . Wenn mensch vor seiner Haustür Blumen bestaunen, Kräuter schmecken, Insekten summen hören kann, schafft das für viele große Genugtuung und Zufriedenheit. Diesen Moment auch als eine Chance für Interaktion zwischen Groß und Klein, Jung und Alt sowie Hallensern und Hallunken (Zugezogenen) zu nutzen, ist die zweite Aufgabe der GartenWerkStadt Halle. Hierfür laufen bereits Kooperationen in Halle Neustadt an. AnwohnerInnen sollen dort die Möglichkeit haben, ihre eigenen Beete anzulegen, sich zu verabreden, zur ernten und zu feiern. Die Kids aus Neustadt hingegen erschaffen mit natürlichen Materialien ihre eigene Spielwelt auf dem Bauspielplatz.